Was Outsourcing für Ihre Kanzlei bewirkt.
Externe Buchhaltung im Subunternehmer-Modus ist im Steuerberater-Markt kein neues Phänomen — sondern eine etablierte Antwort auf drei Effekte, die fast jede wachsende Kanzlei betreffen.
01
Wachstums-Effekt
Skalierung ohne Personal-Aufbau
Mandate wachsen, Belegmengen steigen, Saison-Spitzen treffen jede Kanzlei. Ein verlässlicher Subunternehmer für die laufende Buchhaltung fängt Volumen-Schwankungen ab, ohne dass Sie zusätzliche Buchhalter einstellen, einarbeiten oder Software-Lizenzen aufstocken müssen.
02
Fokus-Effekt
Mehr Zeit für Beratung statt Buchung
Wenn die laufende Buchführung der Mandate extern erledigt wird, verlagert sich die Wertschöpfung Ihrer Kanzlei auf Jahresabschluss, Steuerberatung und Vertretung gegenüber den Finanzbehörden — die Tätigkeiten mit den höchsten Stunden-Sätzen und der stärksten Mandanten-Bindung.
03
Test-Pfad
Pilot-Mandat als Einstieg
Outsourcing muss nicht als Großprojekt starten. Ein einzelnes Pilot-Mandat reicht, um die Zusammenarbeit zu testen, Prozesse einzuspielen und über drei bis sechs Monate zu prüfen, ob das Modell für Ihre Kanzlei passt — bevor weiteres Volumen folgt.
Drei Akteure, klare Verantwortungs-Trennung.
Die zentrale Eigenschaft unserer Zusammenarbeit für Kanzleien ist das Subunternehmer-Verhältnis: Wir arbeiten ausschließlich für Sie, nicht für Ihre Mandanten. Die Mandantenbeziehung bleibt zu jedem Zeitpunkt vollständig bei Ihrer Kanzlei — wir treten nach außen nicht in Erscheinung. White-Label ist der Standard, nicht die Sonderkonfiguration.
Auftraggeber
Mandant
Beauftragt Ihre Kanzlei mit der Steuerberatung. Hat ausschließlich Vertragsverhältnis zu Ihrer Kanzlei, kennt Dreyfield in der Regel nicht.
Steuerberatungs-Vertrag
mandatiert
Mandatsverhältnis
Ihre Kanzlei
Führt das Mandat in voller Verantwortung. Übernimmt Steuerberatung, Jahresabschluss und Vertretung gegenüber dem Finanzamt. Beauftragt Dreyfield als Subunternehmer für die laufende Buchführung der Mandate.
§ 3 StBerG · § 57 StBerG
beauftragt
Subunternehmer
Dreyfield
Erledigt die Buchhaltung im Auftrag Ihrer Kanzlei. Tritt gegenüber dem Mandanten nicht in Erscheinung, kommuniziert ausschließlich mit Ihrer Kanzlei. Verschwiegenheits-verpflichtet analog § 57 StBerG.
§ 6 Nr. 3 und 4 StBerG · Art. 28 DSGVO
White-Label-Standard
Mandanten-Kommunikation, Honorarrechnungen, Auswertungen und Beratungsgespräche laufen unverändert über Ihre Kanzlei. Wir treten gegenüber Ihren Mandanten nicht in Erscheinung — es sei denn, Sie wünschen aktiv eine direkte Kommunikation für bestimmte Routinen wie Beleg-Übergabe, was dann vorab dokumentiert wird.
Drei Wege, wie wir für Ihre Kanzlei arbeiten.
Welche Aufstellung für Sie passt, ergibt sich aus drei Faktoren: Ihrer eigenen Kanzlei-Software-Landschaft, der Komplexität Ihrer Mandate und der Frage, wie viel Ihrer IT-Infrastruktur Sie öffnen wollen. Wir richten uns nach Ihrer Kanzlei-Aufstellung — nicht umgekehrt. Option C ist nicht ein drittes Modell, sondern die flexible Kombination von A und B nach Mandats-Typ.
Option A
In Ihrem Kanzlei-System
Wir arbeiten direkt in Ihrer bestehenden Kanzlei-Software — DATEV Kanzlei-Rechnungswesen, DATEV LODAS oder Lohn und Gehalt, ADDISON, Stotax oder vergleichbar. Sie geben uns einen separaten Mitarbeiter-Zugang mit klar abgegrenzten Berechtigungen, wir folgen Ihren Buchungslogiken, Kontenrahmen und Qualitätsstandards.
- AnbindungRDP, VPN, Citrix oder DATEVconnect
- SystemDATEV, ADDISON, Stotax, Sage Kanzlei o. ä.
- BearbeitungBuchung nach Ihren Kanzlei-Vorgaben
- DatenlageMandantendaten verlassen Ihre Kanzlei nie
- AuswertungenIn Ihrer gewohnten Software-Logik
- AuditDokumentierte Zugriffe, Vier-Augen auf Wunsch
Option B
In unserer AGENDA-Systemlandschaft
Die Bearbeitung erfolgt vollständig in unserer eigenen Systemlandschaft mit AGENDA. Mandantendaten erreichen uns über ein separates Mandantenportal, wir buchen, rechnen ab und stellen die Daten in DATEV-konformem Format zur Übernahme in Ihr Kanzlei-System bereit. Auch als Pilot-Lösung geeignet.
- SystemAGENDA in unserem Rechenzentrum
- DatenflussDATEV-Export oder direkter Schnittstellen-Push
- AuswertungenBWA, Lohnjournal in Ihrem Wunsch-Format
- Kanzlei-ITGeringer technischer Aufwand auf Ihrer Seite
- AufsetzbarkeitSchnell, geringe Initialkosten
- EignungPilot-Modell oder kleinere Mandate
Option C
Hybrid — pro Mandat individuell
Die in der Praxis häufigste Konstellation: Sie kombinieren Option A und Option B je nach Mandat. Komplexe oder strategisch wichtige Mandate bleiben in Ihrer Kanzlei-Software, kleinere Mandate oder saisonale Spitzen laufen in unserer Systemlandschaft. Skaliert flexibel mit Ihrem Mandantenwachstum.
- ZuordnungPro Mandat individuell zu A oder B
- SaisonSpitzen abfangen ohne Personal-Aufbau
- Pilot-PfadErst in B, später nach A migrieren
- SkalierungMit dem Mandantenwachstum Ihrer Kanzlei
- SLAEinheitliche Service-Level über alle Mandate
- SteuerungEine Ansprechperson für beide Modelle
Was wir für die Mandate Ihrer Kanzlei übernehmen.
Unser Leistungs-Umfang deckt die laufende Finanz- und Lohnbuchhaltung der Mandate Ihrer Kanzlei in voller Tiefe ab. Vorbehaltene Aufgaben nach § 3 StBerG — Jahresabschluss, Steuererklärungen, individuelle steuerliche Beratung, Vertretung gegenüber den Finanzbehörden — bleiben vollständig in Ihrer Kanzlei.
Laufende Finanzbuchhaltung
Buchung der Geschäftsvorfälle, Belegerfassung und -kontierung, monatliche BWA, Summen- und Saldenliste, OPOS — nach Ihren Kontenrahmen und Buchungsregeln.
Lohn- und Gehaltsabrechnung
Monatliche Abrechnung mit DEÜV-Meldungen, Beitragsnachweisen und Bescheinigungswesen für die Mandanten-Belegschaft. Lohnsteuer-Anmeldung nach § 6 Nr. 4 StBerG.
Vorbereitung Voranmeldungen
USt-Voranmeldung, Lohnsteuer-Anmeldung und Zusammenfassende Meldung — vorbereitet zur Übermittlung über Ihren Kanzlei-ELSTER-Account.
Offene-Posten-Verwaltung
Pflege der OP-Listen, gestuftes Mahnwesen nach Kanzlei-Vorgaben, Konten-Klärung und Eskalations-Routinen für strittige Forderungen.
Anlagen- und Sachkontenbuchhaltung
Pflege des Anlagenverzeichnisses, Abschreibungs-Berechnung, Buchung von Zugängen, Abgängen und Umbuchungen — Basis für saubere Bilanz-Positionen.
Personalstammdaten und Meldewesen
An- und Abmeldungen, Stammdaten-Pflege, eAU-Verarbeitung, Sofortmeldungen für meldepflichtige Branchen sowie Pfändungs- und Lohnabtretungs-Verwaltung.
Vorbereitung Jahresabschluss
Saubere Zuarbeit für Ihren Jahresabschluss — alle Konten abgestimmt, Saldenbestätigungen eingeholt, Inventur geprüft, Konten-Klärung dokumentiert. Der Abschluss selbst verbleibt in Ihrer Kanzlei.
Datenübergabe und Schnittstellen
Datenflüsse in DATEV-Standardformat (Option B) oder direkt aus unserer in Ihre Software-Logik (Option A) — automatisierte Übergabe nach Ihrem Stichtag.
Verschwiegenheit, AVV, Vorbehalte — vollständig abgesichert.
Die Zusammenarbeit zwischen Ihrer Kanzlei und Dreyfield ist als Subunternehmer-Verhältnis im Sinne des Berufsrechts aufgesetzt. Vier Säulen sichern Ihre berufsrechtliche und datenschutzrechtliche Aufstellung — vertraglich, technisch und organisatorisch.
01
§ 57 StBerG analog
Berufsrechtliche Verschwiegenheit
Sämtliche Dreyfield-Mitarbeitende mit Mandatsbezug sind arbeitsvertraglich zur Verschwiegenheit verpflichtet, analog der Pflichten nach § 57 StBerG. Die Verpflichtung wird in einer separaten Erklärung pro Kanzlei-Beziehung dokumentiert.
02
Art. 28 DSGVO
Auftragsverarbeitungs-Vertrag
Bestandteil jeder Zusammenarbeit ist ein AVV zwischen Ihrer Kanzlei (Verantwortlicher) und Dreyfield (Auftragsverarbeiter). Wir liefern eine Standard-Fassung, die mit kanzleitypischen Anforderungen kompatibel ist — Anpassung an Ihre Datenschutz-Konzepte auf Wunsch.
03
§ 3 StBerG-Vorbehalt
Vorbehaltene Aufgaben bleiben bei Ihnen
Steuerberatung, Vertretung gegenüber Finanzbehörden, Jahresabschluss, Steuererklärungen und Betriebsprüfungs-Begleitung bleiben vollständig in Ihrer Kanzlei. Wir übernehmen ausschließlich Tätigkeiten der § 6 Nr. 3 und Nr. 4 StBerG-Erlaubnis.
04
Datenschutz
Hosting in DE, TLS, Personalisierung
Ausschließliches Hosting in deutschen Rechenzentren (auch in Option B), durchgängig TLS-verschlüsselte Datenflüsse, namentlich benannte Mitarbeitende mit personalisierten Zugängen, vollständige Zugriffs-Protokollierung. Datenschutz ist eines unserer Kerngebiete.
So starten wir die Zusammenarbeit.
Vom Erstgespräch bis zum produktiven Betrieb für die ersten Mandate vergehen je nach gewählter Option und Mandats-Zahl zwei bis sechs Wochen. Pilot-Mandate sind häufig schneller aufgesetzt und ein guter Einstiegs-Pfad für eine spätere Skalierung.
Erstgespräch & Modell-Festlegung
Strukturierte Klärung Ihrer Kanzlei-Aufstellung — Software-Landschaft, typische Mandatsgrößen, gewünschtes Auslagerungs-Volumen, Pilot-Mandat oder Vollbreite. Ergebnis: Empfehlung für Option A, B oder C, konkretes Angebot mit Service-Level und Pricing.
1–2 Wochen
Vertragliche & technische Einrichtung
Abschluss des Subunternehmer-Vertrags inkl. AVV nach Art. 28 DSGVO und Verschwiegenheits-Erklärungen. Bei Option A technische Anbindung an Ihre Kanzlei-IT mit Ihrer Systembetreuung; bei Option B Aufsetzen des Mandantenportals und Übergabe-Formate.
1–3 Wochen
Mandate übergeben
Schrittweise oder gebündelte Übernahme der Mandate nach Ihrem Zeitplan. Übernahme von Eröffnungsbeständen, Konten, OP-Listen und Lohn-Stammdaten. Probelauf bei einem Pilot-Mandat zur Abnahme der Buchungslogik und Qualitätsstandards.
1–2 Wochen
Laufender Betrieb mit SLA
Ab der ersten gemeinsamen Periode läuft die Bearbeitung im definierten Rhythmus — vereinbarte Stichtage, dokumentierte Reaktionszeiten, regelmäßige Kanzlei-Reviews zur Qualitätssicherung. Eskalations-Pfade und feste Ansprechpartner sind in der SLA festgeschrieben.
laufend
Was Kanzleien häufig fragen.
Welche der drei Optionen passt zu unserer Kanzlei?
Option A ist der natürliche Pfad für etablierte Kanzleien mit eigener IT-Infrastruktur und festem Software-Stack — die Datenhoheit bleibt vollständig in Ihrer Kanzlei. Option B ist die typische Aufstellung für kleinere Kanzleien ohne eigene Buchhaltungs-IT oder als Pilot-Modell für eine erste Auslagerung. Option C ist die häufigste Konstellation in der Praxis — komplexe Mandate bleiben in Ihrer Software, kleinere Mandate laufen bei uns.
Im Erstgespräch klären wir die richtige Aufstellung typischerweise innerhalb von 30 Minuten anhand Ihrer Kanzlei-Struktur und Ihres Mandantenportfolios.
Bemerken unsere Mandanten, dass wir die Buchhaltung auslagern?
Nein, sofern Sie das nicht wünschen. Standard ist der vollständige White-Label-Modus: Mandantenkommunikation, Honorarrechnungen, Auswertungen und Beratungsgespräche laufen unverändert über Ihre Kanzlei. Wir treten gegenüber Ihren Mandanten nicht in Erscheinung. Einzige Ausnahme: Wenn Sie aktiv eine direkte Kommunikation zwischen uns und einzelnen Mandanten wünschen — etwa zur Belegübergabe — wird das vorab festgelegt und mit dem jeweiligen Mandanten dokumentiert.
Wie ist die berufsrechtliche Verschwiegenheit abgesichert?
Die Verschwiegenheit ist auf drei Ebenen verankert: arbeitsvertraglich für alle Dreyfield-Mitarbeitenden mit Mandatsbezug, in einer separaten Verschwiegenheits-Erklärung pro Kanzlei-Beziehung, und im Subunternehmer-Vertrag selbst. Die Verpflichtungen entsprechen denen, die Sie als Berufsträger nach § 57 StBerG zu beachten haben. Auf Wunsch legen wir Ihnen die Erklärungen unserer mit Ihrer Kanzlei betrauten Mitarbeitenden namentlich vor.
Können wir mit unterschiedlichen Software-Systemen arbeiten?
Ja. In Option A arbeiten wir in Ihrer Kanzlei-Software — DATEV ist häufig, aber wir kommen auch mit ADDISON, Stotax, Sage, Lexware und Branchenlösungen zurecht. In Option B nutzen wir AGENDA als unsere Standard-Systemlandschaft und übergeben Daten in DATEV-konformem Format. Die Datenformate für die Übergabe an Ihre Kanzlei-Software sind in der Regel standardisiert; bei Sonderkonstellationen klären wir die Schnittstelle gemeinsam mit Ihrem IT-Dienstleister.
Wie wird die Qualität der Buchungen sichergestellt?
Auf drei Ebenen: Erstens durch das interne Vier-Augen-Prinzip — jede Buchung wird von einer zweiten Person gesichtet, bevor sie freigegeben wird. Zweitens durch dokumentierte Buchungs-Regeln, die wir gemeinsam mit Ihrer Kanzlei beim Mandats-Onboarding festlegen. Drittens durch regelmäßige Kanzlei-Reviews — typischerweise quartalsweise —, in denen wir Stichproben besprechen, neue Sachverhalte klären und Optimierungen abstimmen.
Wer übermittelt die USt-Voranmeldung und die Lohnsteuer-Anmeldung?
Bei der USt-Voranmeldung übermittelt Ihre Kanzlei — die Übermittlung von Umsatzsteuer-Anmeldungen ist nach § 3 StBerG den Angehörigen der steuerberatenden Berufe vorbehalten. Wir bereiten die Anmeldung vollständig vor und stellen sie zur Übermittlung über Ihren Kanzlei-ELSTER-Account bereit.
Bei der Lohnsteuer-Anmeldung wäre die Übermittlung uns nach § 6 Nr. 4 StBerG rechtlich erlaubt (anders als bei der USt-VA, weil die Lohnsteuer-Anmeldung ausdrücklich der zulässigen Lohnbuchführung zugeordnet ist). In der Subunternehmer-Konstellation übernimmt das aber typischerweise Ihre Kanzlei, weil der ELSTER-Account des Mandats bei Ihnen eingespielt ist und Steueranmeldungen einheitlich über Ihre Kanzlei laufen sollen. Die Aufteilung legen wir im Mandats-Onboarding fest.
Was kostet die Zusammenarbeit?
Pricing richtet sich nach dem gewählten Modell, dem Volumen und der Komplexität der zu übernehmenden Mandate. In Option A arbeiten wir typischerweise mit Stundenkontingenten; in Option B mit Festpreisen je Mandat oder Belegmenge; in Option C mit einer Mischkalkulation. Im Erstgespräch erhalten Sie ein konkretes Angebot, das Service-Level, Pricing und Onboarding-Aufwand transparent ausweist.
Lohnt sich der Aufwand schon bei wenigen Mandaten?
Ja, häufig. Ein einzelnes Pilot-Mandat reicht in der Regel aus, um die Zusammenarbeit zu testen, Prozesse einzuspielen und über drei bis sechs Monate zu bewerten, ob das Modell für Ihre Kanzlei passt. Pilot-Mandate werden typischerweise in Option B aufgesetzt, weil dort der initiale Einrichtungs-Aufwand am geringsten ist. Erst nach erfolgreichem Pilot wird üblicherweise auf Option A oder C skaliert.
Was passiert, wenn die Zusammenarbeit nicht funktioniert?
Wir arbeiten mit klar definierten Kündigungsfristen und einer dokumentierten Übergabe-Routine. Bei einem Wechsel zurück in Ihre Kanzlei oder zu einem anderen Dienstleister stellen wir alle Daten in dem von Ihnen gewählten Format bereit, übergeben offene Punkte mit Status und sichern eine ordnungsgemäße Mandats-Schließung. Die Mandantenbeziehung bleibt davon ohnehin unberührt — sie war zu jedem Zeitpunkt Ihre.
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