KI in der SteuerberatungRechtssicherer KI-Einsatz für Kanzlei und Team
Wir schulen Ihr Kanzleiteam im rechtssicheren Einsatz von Künstlicher Intelligenz — von den berufsrechtlichen Grundlagen über Datenschutz und § 203 StGB bis zu konkreten Praxisbeispielen aus dem Kanzleialltag.
Künstliche Intelligenz ist in vielen Kanzleien längst im Einsatz — als Recherchehilfe, für Textentwürfe oder in der Belegverarbeitung. Mit dem Nutzen wachsen die Fragen: Welche Daten dürfen in welche Systeme? Wo endet die zulässige Unterstützung, wo beginnt der Verstoß gegen Verschwiegenheitspflicht und Datenschutz? Diese Schulung gibt Ihrem Team den rechtlichen Rahmen und das praktische Handwerkszeug für einen sicheren Umgang mit KI.
Im Mittelpunkt stehen die Berufspflichten des steuerberatenden Berufsstands, der Schutz von Mandantengeheimnissen nach § 203 StGB, die datenschutzrechtlichen Anforderungen der DSGVO sowie die EU-KI-Verordnung mit der seit Februar 2025 geltenden Pflicht zur KI-Kompetenz. Der Praxisteil arbeitet mit typischen Situationen aus dem Kanzleialltag und ordnet sie in ein einfaches Prüfschema ein: Welche Eingabe ist zulässig, welche wäre ein Verstoß? Die Inhalte orientieren sich an den aktuellen Hinweisen der Bundessteuerberaterkammer.
Nach dem Seminartag weiß Ihr Team, welche Inhalte in freigegebene Systeme dürfen und welche nicht, wie KI-Ergebnisse geprüft werden und welche organisatorischen Regeln die Kanzlei braucht. Die Teilnahmebescheinigung dokumentiert die Schulung zugleich als Baustein des Kompetenz-Nachweises nach Art. 4 der KI-Verordnung.
Module der Schulung
Grundlagen: Wie generative KI arbeitet
- Funktionsweise von Sprachmodellen in Kürze
- Halluzinationen und Bias verstehen und erkennen
- Stärken und Grenzen im Kanzleieinsatz
Berufsrecht für den KI-Einsatz
- Eigenverantwortlichkeit, Gewissenhaftigkeit und Unabhängigkeit (§ 57 StBerG, BOStB)
- Verschwiegenheit und § 62a StBerG bei externen Dienstleistern
- Fortbildungspflicht und KI-Kompetenz der Mitarbeitenden
§ 203 StGB und Datenschutz
- Schutz von Mandantengeheimnissen im KI-Alltag
- DSGVO: Rechtsgrundlagen, Auftragsverarbeitung, Drittstaatentransfers
- Wann eine Datenschutz-Folgenabschätzung erforderlich wird
Die EU-KI-Verordnung im Überblick
- Risikoklassen und verbotene Praktiken
- KI-Kompetenz nach Art. 4 — Pflicht seit Februar 2025
- Transparenz- und Kennzeichnungspflichten
Praxisteil: erlaubt oder verboten?
- Typische Eingaben im Vertraulichkeits-Check
- Anonymisieren und Pseudonymisieren in der Praxis
- Öffentliche KI-Dienste und freigegebene Kanzlei-Systeme im Vergleich
Anwendungsfälle im Kanzleialltag
- Recherche, Textentwürfe und Mandantenanschreiben
- Diktier-KI, Belegverarbeitung und Mandatsaufnahme
- Wo die menschliche Prüfung zwingend bleibt
KI-Organisation in der Kanzlei
- KI-Richtlinie und Freigabeprozesse aufsetzen
- Das KI-Verzeichnis als schlanke Dokumentation
- Qualitätssicherung und Vier-Augen-Prinzip
Aufbau des Schulungstags
Grundlagen und Berufsrecht
- Wie generative KI arbeitet
- Berufspflichten nach StBerG und BOStB
Datenschutz, § 203 StGB und KI-Verordnung
- Mandantengeheimnisse und DSGVO
- Risikoklassen und Pflichten der KI-VO
Praxisteil: Fälle aus dem Kanzleialltag
- Eingaben im Vertraulichkeits-Check
- Erlaubt oder verboten — gemeinsame Einordnung
KI-Organisation und Umsetzung
- Richtlinie, Freigaben und KI-Verzeichnis
- Fahrplan für Ihre Kanzlei
Was die Teilnehmenden mitnehmen
Rechtsrahmen sicher anwenden
Die Teilnehmenden ordnen Berufsrecht, § 203 StGB, DSGVO und KI-Verordnung für konkrete Kanzleisituationen ein.
Mandantengeheimnisse schützen
Das Team erkennt zulässige und unzulässige Eingaben und beherrscht Anonymisierung in der Praxis.
KI produktiv einsetzen
Typische Anwendungsfälle von der Recherche bis zum Anschreiben werden sicher und effizient genutzt.
Kanzlei-Regeln aufsetzen
Die Kanzlei erhält die Bausteine für KI-Richtlinie, Freigabeprozesse und ein schlankes KI-Verzeichnis.
Termine und Verfügbarkeit
Rechtliche Grundlage
Die Berufspflichten des Steuerberatungsgesetzes und der Berufsordnung gelten technologieneutral — Eigenverantwortlichkeit, Gewissenhaftigkeit, Unabhängigkeit und Verschwiegenheit (§ 57 StBerG, §§ 2 bis 5 BOStB) binden den Berufsträger auch beim Einsatz von KI. Werden externe KI-Dienstleister eingebunden, greift § 62a StBerG mit seinen Anforderungen an Verschwiegenheitsvereinbarung und Schutzniveau. Daneben schützt § 203 StGB Mandantengeheimnisse strafbewehrt, und die DSGVO verlangt für jede Verarbeitung personenbezogener Daten eine Rechtsgrundlage, Auftragsverarbeitungsverträge und gegebenenfalls eine Datenschutz-Folgenabschätzung.
Mit der EU-KI-Verordnung kommt ein risikobasierter Rechtsrahmen hinzu. Für Kanzleien besonders relevant ist Art. 4: Betreiber von KI-Systemen müssen seit dem 2. Februar 2025 sicherstellen, dass ihr Personal über ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz verfügt. Diese Schulung ist als Baustein dieses Nachweises konzipiert.
Unsicher, welches Format zu Ihrem Team passt?
Ob offene Schulung für einzelne Beschäftigte oder Inhouse-Tag für die ganze Belegschaft — wir beraten Sie in einem kurzen Erstgespräch, welches Format und welcher Zuschnitt für Ihre Situation sinnvoll sind.















